Penny schien ehrlich entsetzt: Da hatte sie mir gleich drei Bücher als Wartezeitverkürzer bis zum ungeduldig herbeigesehnten Erscheinen von Carlos Ruiz Zafóns neuem Roman Das Spiel des Engels empfohlen. Ich aber hatte sie alle drei verschmäht und mich für Benjamin Leberts Kannst du entschieden. Das hatte in erster Linie zwei Gründe: einen pragmatischen und einen emotionalen. Der pragmatische ist schnell erklärt: der Gang zum Bücherregal ist einfach kürzer (und günstiger) als der in die Buchhandlung. Und Kannst du lag schon griffbereit. Für den emotionalen Grund muss ich ein Stückchen weiter ausholen. Es war im Oktober 2006, zufälligerweise gestern genau vor zwei Jahren, da schrieb mir A. aus Konstanz eine E-Mail, deren Wärme und Vertrautheit mich für einige Momente überwältigte. Sie sei auf einer Lesung von Lebert gewesen und habe die Atmosphäre unbeschreiblich gefunden. "Er hat eine ganz besondere Art an sich, finde ich. Und irgendwie hat er mich auch an Dich erinnert. Es kam mir wirklich manchmal so vor, als ob Du da auf dem Podest sitzt", schrieb sie mir. Solche Worte von A., der Freundin und Lektorin, weckten meine Neugierde.
Warum es zwei Jahre gedauert hat, bis ich das Buch endlich lese, weiß ich nicht. Und doch hat es Lebert geschafft, mich vom ersten Augenblick an für seine Geschichte zu packen - wenngleich nur in eingeschränkter Form. Zuweilen und auf bestimmte Gedankengänge bezogen fühle ich mich der Zielgruppe der jungen Erwachsenen schon entwachsen. Das lindert aber nicht den Spaß an diesem Buch - und die Wirkung, die es auf mich hat. Ich bin in diesen Tagen wieder verstärkt motiviert, einen neuerlichen Anlauf für einen eigenen Roman zu starten. Ich sehe mich 2010, nach dem Studium, in Hamburg, wenn auch nur für ein paar Monate. Ich möchte in dieser Stadt ein Praktikum machen, weil sie - obwohl ich sie nicht kenne - in meinen Augen eine besondere Anziehungskraft besitzt. Und ich möchte, wenn es Zeit und Geld erlauben, danach noch etwas bleiben. Einfach um zu schreiben und mich befreit von Sachzwängen zu fühlen. Ich möchte morgens aufwachen und spontan entscheiden können, für zwei, drei Tage an die Nordsee zu fahren. Mich dort in eine Düne setzen, aufs Meer schauen und von Wind und Sand inspirieren lassen. Es ist der kleine Traum, der mich antreibt.
Für Erste begnüge ich mich mit kleineren Schreibaufgaben. MiaNiemand hatte die schöne Idee, eine Themenwoche zu machen, mit Texten, die in Zusammenarbeit mit anderen Bloggern entstanden. Ich habe ihr angedroht, auch etwas beizutragen. Eine schöne Aufgabe, wenn man sich nicht dauerhaft mit der Entstehung der Sozialdemokratie im deutschen Kaiserreich beschäftigen möchte.
Warum es zwei Jahre gedauert hat, bis ich das Buch endlich lese, weiß ich nicht. Und doch hat es Lebert geschafft, mich vom ersten Augenblick an für seine Geschichte zu packen - wenngleich nur in eingeschränkter Form. Zuweilen und auf bestimmte Gedankengänge bezogen fühle ich mich der Zielgruppe der jungen Erwachsenen schon entwachsen. Das lindert aber nicht den Spaß an diesem Buch - und die Wirkung, die es auf mich hat. Ich bin in diesen Tagen wieder verstärkt motiviert, einen neuerlichen Anlauf für einen eigenen Roman zu starten. Ich sehe mich 2010, nach dem Studium, in Hamburg, wenn auch nur für ein paar Monate. Ich möchte in dieser Stadt ein Praktikum machen, weil sie - obwohl ich sie nicht kenne - in meinen Augen eine besondere Anziehungskraft besitzt. Und ich möchte, wenn es Zeit und Geld erlauben, danach noch etwas bleiben. Einfach um zu schreiben und mich befreit von Sachzwängen zu fühlen. Ich möchte morgens aufwachen und spontan entscheiden können, für zwei, drei Tage an die Nordsee zu fahren. Mich dort in eine Düne setzen, aufs Meer schauen und von Wind und Sand inspirieren lassen. Es ist der kleine Traum, der mich antreibt.
Für Erste begnüge ich mich mit kleineren Schreibaufgaben. MiaNiemand hatte die schöne Idee, eine Themenwoche zu machen, mit Texten, die in Zusammenarbeit mit anderen Bloggern entstanden. Ich habe ihr angedroht, auch etwas beizutragen. Eine schöne Aufgabe, wenn man sich nicht dauerhaft mit der Entstehung der Sozialdemokratie im deutschen Kaiserreich beschäftigen möchte.